Wettbewerbe

In den Jahren 1982 und 1985 hat Eduard Buchs in seiner damaligen Funktion als Redaktor und Herausgeber des "Echo vom Jauntal", Publikationsorgan der Gemeinde Jaun,  umfangreiche Mundart-Wettbewerbe durchgeführt, die in der einheimischen Bevölkerung und bei den auswärtigen Abonnenten dieses Mitteilungsblattes ein grosses Echo ausgelöst hatten. - Eduard Buchs hat bereits damals erkannt, dass die Erhaltung der Jaundeutschen Mundart gefährdet ist.  In dem zum Abschluss des Wettbewerbs von 1982  in den "Freiburger Nachrichten" erschienene Bericht stand dazu unter anderem:

"...Der Initiant (des Wettbewerbs) betonte, dass es wohl in den letzten Wochen kein Haus im Tal gegeben habe, wo man nicht über die Jauner Sprache gesprochen habe...  Den Dankesworten des Gemeindeammanns war ferner zu entnehmen, dass der Wettbewerb als eines der wichtigen Ereignisse des Jahres bezeichnet werden könne. Es gelte, so der Ammann, die Sprache als Kulturgut zu retten und sie in Ehren zu halten....." (Text gekürzt).

Jùutütsch

Beipiele aus dem Mundart-Wettbewerb 1982:

Wörter:

  • Fürhuus (Küche)
  • Goggeli (Ei)
  • Suutròòch (Schweinefutter)
  • Lilache (Leintuch)
  • naare (spielen)
  • huse (sparen)
  • schmìitse (auf den Hintern schlagen)

Redewendungen:

  • Ts luderments verschriisse (in tausend Stücke zereissen)
  • z Gunggeli stǜtse (Purzelbaum machen)
  • A Grint prìicht (an den Kopf getroffen)
  • Nächti hìi sì fin achlìi uskiert (gestern abend waren sie lustig.)